Wenn jede Hypnose im Grunde Selbsthypnose ist, wie wir bei Gunther Schmidt lernen können (wenn wir uns von ihm bezaubern lassen), dann werden die Beziehungen in unserem Alltag extrem spannend.

Dann können wir nämlich nicht nur sagen, dass wir unter allen möglichen Einleitungen von Selbsthypnose-Vorgängen vor allem andere Menschen dazu benutzen, um uns selbst zu hypnotisieren („Trance-Induktion“).

Sondern wir können dann auch überdenken, welche Angebote wir anderen Menschen machen, uns selbst für ihre selbsthypnotischen Vorgänge zu benutzen.

„Hypnose“ klingt ja ziemlich magisch. Im Grunde bedeutet das hier aber nur eine Form der fortgesetzten Aufmerksamkeitsfokussierung auf Bestimmtes – Unter Absehung von vielem, vielem anderen, das in den durch die Hypnose gesetzten Frame nicht hineinpasst.

Wenn es stimmt, dass Aufmerksamkeit neben Zeit die knappste Ressource in der derzeitigen Gesellschaft ist („Aufmerksamkeitsökonomie“), dann hat es viel Beachtung verdient, wie wir uns von anderen bezaubern lassen und wie wir andere bezaubern.

Genauer: Wie andere uns zur Selbstverzauberung benutzen und wie wir andere zur Selbstbezauberung benutzen.

Die Frage nach „der Verantwortung in Beziehungen“ wird dann z.B. recht schillernd, wenn nicht sogar unsinnig. Zumindest unter Erwachsenen.

Denn: Wir können unseren Mitmenschen und Beziehungspartnern wesentlich leichter ein (bewusstes) Hypnose-Angebot machen als uns selbst.

„Gesellschaft“ ist, so wahrgenommen, „reine Hexerei“. 😉

 

 

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