Ziele: Einführung des Losentscheids auf bayerischer Verfassungsebene wie in Vorarlberg, Demokratie-Kompetenz-Erleben (DKE) ermöglichen, sowohl bei sich selbst als auch bei anderen „einfachen Bürgern“, Akzeptanz des Losentscheids als Prinzip der Parlamentsbesetzung erhöhen und so direkte Demokratie fördern.

Pilot: 60 zufällig ausgeloste Münchner Bürger – 10 Tische à 6 Bürger – Wechsel der Tische nach abgearbeitetem Thema: Bürger 1 –> Wechselt 1 Tisch weiter, Bürger 2 –> Tische weiter, Bürger 3 –> 3 Tische weiter. Usw. – Diese 10 Tische erarbeiten 10 konkrete Vorschläge zu einem politischen Thema. Bürger an einem Tisch müssen sich nach Konsent-Prinzip auf einen Vorschlag einigen, werden dabei moderiert. Es wird solange am Vorschlag „geschraubt“, bis er ohne Veto eines der 6 Beteiligten zustimmungsfähig ist.

1 Wochenende, 2 Tage, 2 – 3 Themen, Themen werden ausgewählt per Abstimmung im Internet oder von den gelosten Bürgern vor Ort

Abstimmung im Plenum zu den konkreten, selbst erarbeiteten Vorschlägen: Systemisches Konsensieren (1-10) + Bewertung, wie stark man von dem Thema persönlich Betroffen ist (1-10). Bewertung eines Vorschlags wird mit Selbsteinschätzung zur eigenen Betroffenheit bei dem Thema multipliziert, so dass Bewertungen von betroffeneren Bürgern stärker gewichtet werden als von Menschen, die das jeweilige Thema selbst weniger berührt. – Doppelt Überlegen einem Verfahren, in dem jede Stimme gleich zählt und in dem es nur ja oder nein gibt, aber keine Abstufung der eigenen Zustimmung/Ablehnung eines politischen Vorschlags.

Alle Bürger sind nur ihren eigenen Lebenserfahrungen und ihrem Gewissen verpflichtet. Alle werden angehört, die etwas zum Thema zu sagen zu haben glauben.

Einladung von Experten und direkt betroffenen Menschen, die vor den eigentlichen Bürgerdiskussionen angehört werden. Kontroverse Standpunkte werden dabei von den Organisatoren gewährleistet; Prinzip: „Audiatur et altera pars“, Ziel: Vollinklusion aller verfügbaren Perspektiven in die Diskussion durch die Bürger und ihre Überführung in konkrete politische Handlungen, Entscheidungen und Maßnahmen.

Rechtsform der organisierenden Entität: Verein, o.ä.

Aufgabe: Mindestens einmal im Jahr ein Bürgerparlament organisieren bis die Einführung auf Verfassungsebene stattgefunden hat, Öffentlichkeitsarbeit, Moderierende Begleitung des Bürgerparlaments beim Dialog ohne eigene inhaltliche Beiträge; möglicherweise: Ermöglichung von wachsenden Bürgerbeteiligungszahlen (Start: 60 Bürger, möglicherweise später mehr, sollte der organisatorische Mehraufwand das zulassen).

 

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