In diesem Text wird es allein um männliche Emanzipation gehen. Warum? Weil sie mir schmerzlich fehlt! Viele Frauen, so scheint es mir, haben sich auf ihre Reise gemacht. Doch die meisten von uns Männern sind zu Hause geblieben.

Aus einem Irrtum, den alle Welt, gleich welchen Geschlechts, zu teilen scheinen: Dass wir Männer keine Emanzipation bräuchten. Wir seien ja ohnehin schon an der Macht, privilegiert, was auch immer. Und das stimmt natürlich auch.

Doch zu sagen, dass wir Männer keiner Emanzipation bedürfen, verkennt unsere Situation. Als Menschen. In einer Gesellschaft, die uns vom ersten Atemzug an Erwartungen vermittelt. Vielleicht sogar schon im Mutterleib. Who knows? Die Wissenschaft entdeckt immer erst mit Verzögerung, wovon die Spekulierer faseln.

Männer werden zugerichtet. Genauer: Kleine Menschenwesen, die äußerlich als „Junge“ erscheinen, werden zu Männern zugerichtet. Eigentlich gibt es gar keine „Männer“. „Mann“ – Das ist nur ein Konzept. Und es verdient genausowenig „Gefolgschaft“ wie das komplementäre Konzept „Frau“. Wer Konzepten folgt, statt sie wie Kleidungsstücke zu wechseln: Nach Bedarf und nach Lust und Laune, der ist unfrei.

Die meisten heutigen Männer, die allermeisten sind unfrei. Und teil ihrer Unfreiheit ist es, dass sie nichts von ihrer Unfreiheit zu bemerken scheinen. – Das, was ihnen genommen wurde, als sie Babies und Kleinkinder waren, scheint ja kein Verlust zu sein. Gerade im Vergleich zu dem Offensichtlicheren, weil Äußerlicheren, das kleinen Babies und Kleinkindern genommen wird, wenn sie als „Mädchen“ erscheinen.

Männern scheint also nichts zu fehlen. Ich werde mal persönlich: Dieses Jahr war ich Mann-Freund auf einem Wochenend-Paarseminar mit meiner Frau-Freundin (das sind unsere beziehungsinternen Titel für das, was man in altvorderen Tagen „Wilde Ehe“ genannt hat und was heute nicht mehr wild ist, weil es all zu verbreitet ist). Das Seminar war gut. Es war beim Deutschen Institut für provokative Systemarbeit. Die Provo-Leute, wie wir sie salopp nennen, arbeiten mit einer Methode, die manche „recht männlich“ finden. Ich finde sie einfach nur gut und wirksam. Humorvoll, recht direkt und zutiefst empathisch. Wenn die meisten Männer so wären, wie die gute alte Provo-Methode von Meister Frank Farrelly und Meisterin Noni Höfner, dann wäre die Welt wohl ein besserer Ort. Nun ja.

Auf jenem Paarseminar gab es eine 2-stündige Sequenz, auf der sich alle Männer in einer Gruppe wiederfanden und alle Frauen in einer anderen. Dabei wurden wir, eine Gruppe von vielleicht 8 Männern gefragt, wie es uns so mit unserem Mann-Sein gehe. – 7 von den 8 sagten, dass sie es großartig fänden, ein Mann zu sein und dass sie keinerlei Problem damit hätten. Sie erlebten sich vielmehr als privilegiert. Gut, das ist alles halbwegs erwartbar auf einem Psycho-Seminar. Mann ist ja reflektiert.

Gleichzeitig ist die Selbstmordrate bei Männern 3 mal (?) so hoch wie bei Frauen. Die Zahl der Suchterkrankungen bei Männern ist enorm. Männliche Depression wird oft nicht erkannt, weil sie nicht wie eine Klischee-Depression aussieht. Die meisten Opfer von Gewalt sind btw keine Frauen und keine Kinder, sondern andere Männer. Die Dunkelziffer von männlichen Opfern sexueller wie nicht-sexueller Gewalt dürfte enorm sein, weil mann als Mann kein Opfer zu sein hat. Das geht nicht. Auch nicht, wenn mann zu dem Zeitpunkt eben gar noch nicht so richtig „ein Mann“ war, sondern ein kleiner Junge. Der Angst hatte. Der sich einsam und verloren fühlte. Der Rache schwor. Dessen einzig sozial akzeptierten Gefühle Wut, Verachtung und Stolz zu sein haben. Und der irgendwann qua Testosteron-Schüben größere körperliche Kräfte entwickelte. Und in Privilegien hineinwuchs, die die Gesellschaft für ihn bereit hielt. Wenn, ja wenn er ein braver Mann würde. Einer der nach Status strebt. Der seinen Platz in den Armeen und Bewegungen und Unternehmungen dieser Welt einnimmt, erobert, verteidigt, usw. Wenn er „dient“. Ohne Rücksicht auf Verluste. Eigene wie fremde. Dem keine Antwort mehr einfällt auf die Frage: „Wie geht’s Dir?“ – „Muss ja!/Passt scho!/Häh!?“ Der seine Seele verloren hat. Eine Seele haben immer nur andere. Andere, denen er zu dienen hat. Andere, die er zu verachten hat.

Vielleicht versteht mann mein Problem mit den 7 von 8 mit Männlichkeit-kein-Problem-habenden Männern…Vielleicht auch nicht.

Viele Frauen haben sich auf die Reise gemacht. Sie haben erkannt, nein: gespürt, dass das traditionelle Geschlechterspiel für sie viele Zurichtungen bereit hält. Viele Grenzen. Viel Leiden.

Wir Männer sind zu Hause geblieben. Und auch das hat seinen Grund: Es ist Teil unserer Konditionierung nichts zu spüren. Nichts mehr zu spüren. Und dieses vermaledeite halb-esoterische „Spüren“ bräuchte es halt, damit man einen Grund verspürt sich aufzumachen. In eine Emanzipation von Männlichkeitserwartungen. Dumm nur, dass es Teil dieser Erwartungen ist, eben nichts mehr zu fühlen. Einer Erwartung, der die meisten von uns Männern so brav nachkommen, dass wir nicht einmal mehr wissen, was auf der anderen Seite der Welt liegt. Wie sich Fühlen anfühlt und was wir da verpassen.

Nein. Ich bin keiner dieser „emanzipierten Männer“. – Ganz einfach, weil es die nicht gibt. Emanzipation ist kein Zustand, sondern ein Prozess. Denn die Fallen sind immer da. Die Erwartungen, die Rollenbilder, die Restriktionen, die Sanktionen, wenn „mann nicht liefert“, wenn „mann nicht performt“, wenn „mann nicht brav war“.

Manchmal sage ich in Gesprächen mit Freunden, dass ich an meiner Abschaffung arbeite. Und dass ich neben allem, was ich daran heftigst bedauere, auch ein Stück froh bin über den Gedanken, irgendwann nicht mehr zu sein. – Weil dann auch ein Stück alte Welt mit mir von diesem Planeten verschwinden wird. Und vielleicht Platz macht für Besseres, Neueres. Oder auch nur: Anderes. – Die Vorstellung persönlicher Unsterblichkeit oder Langlebigkeit scheint mir nur eine irregeleitete Treue zu etwas zu sein, was gut ist, wenn es irgendwann gehen darf.

Ich bin also nicht emanzipiert. Aber ich weiß, dass ich es nicht bin. Und das gibt mir Möglichkeiten.

Warum aber sollte ein Mann, der keine so merkwürdig-verschrobene Kiste mit „Männlichkeit“ am Start hat wie ich, warum sollte also ein so vermeintlich ganz „normaler“ Mann sich auf diese Reise machen? Aus welchen Gründen könnte er überhaupt seine ganz persönliche Variante von Emanzipation wollen?

Hier eine unvollständige Liste mit männlichen „Emanzipations-Gewinnen“, die mir im Moment einfallen:

  • Weniger Geld verdienen müssen
  • Kämpfen ausweichen können. Körperlichen. Argumentativen. – Nicht: Emotionalen. Das kannst Du ja sowieso „schon immer“.
  • Trauern können
  • Locker mit anderen Männern, mit Frauen, mit Kindern sein können. – Ja ich weiß, Mann, Du BIST locker. Du bist immer locker. Hast Du Dich aber vielleicht schon mal gefragt, ob dieses Immer-Locker sein vielleicht gar kein Locker-Sein ist, sondern ein Locker-Sein-Müssen. Das wäre dann nämlich eine ziemlich verquer-perverse Art von Nicht-Lockerer-Lockerheit, Compadre…
  • Keine Ahnung haben dürfen. Und das bei wichtigen Dingen
  • Teilzeit Arbeiten können
  • Bei der Geburt Deiner Kinder lange zu Hause bleiben können
  • Eine Scheiß-Firma mit ihren Scheiß-Karriereangeboten einfach ihren Scheiß alleine machen lassen – und leichten Herzens gehen können. Weil Du keine verdammte Fürsorgepflicht hast. Ernähren können „Deine“ Familie nämlich genauso gut auch andere, die keinen Meter weniger oder mehr dafür „zuständig“ sind als Du.
  • In Deinen Beziehungen ohne Scham „Zicke“, „Prinzessin“ und „Beleidigte Leberwurst“ sein können. Den „Verletzten“ spielen können. – Klingt nicht attraktiv? Dann hast Du keine Gefühle, bitch, während Du die traditionell männlichen Alternativen spielst: Schweigen, Schreien, Schlagen, Ausweichen, Davonlaufen, Rationalisieren. Das fühlt sich nämlich alles beschissener an. WENN man was dabei fühlen würde, wohlgemerkt. Kannste aber nicht. Bist ja ein Mann. Hast keine Seele. Bist nicht verletzlich. Tapferer Krieger vom ersten bis zum letzten Tag. Schwache Minuten, die in Wahrheit schwach Jahre sind, werden halt einfach überspielt. Bis es dann nicht mehr geht. Testosteron lässt bei den meisten von uns ab 40 rapide nach. Wenn Du das bis dahin nicht mit Status kompensiert und Deine Königreiche gegründet hast, isses jetzt natürlich blöd. Oft sogar, wenn Du hast. Nun gut, bleibt ja immer noch „tapferer“ männlicher Selbstmord als Option. Also wenn’s halt so gar nicht mehr geht mit dem Performen von „Nur die Harten kommen in den Garten“. Ist ja immer auch ne Option.
  • Im Gespräch mit Freunden nicht ins Übertrumpfen einsteigen müssen. Auch nicht heimlich. – Stattdessen: Einfach nur zuhören können, wenn Dir grad danach ist. Dem anderen seine Erfolge und seine Großartigkeit lassen können. Weil sie Dir keine verdammte Zacke aus Deiner Krone brechen.
  • In der Beziehung mit Frauen ungehemmt sein können. Weil Du eben nicht „immer nur an das Eine denkst“, weil Du nicht immer nur an das Eine zu denken hast. Nicht mehr. Emanzipation von anerzogener männlicher Sexsucht und emotionaler Frauenabhängigkeit. Ja, so kann man das nennen. Klingt arg überzogen und theatralisch? – Scheiß drauf. So klingt halt der Sound männlicher Emanzipation. Manchmal. Also kann. Alles kann, nix muss.
  • Auf Spielplätzen rumturnen können, ohne in den Verdacht zu geraten, ein Pädophiler zu sein. Weil „was kann ein Mann schon anderes da wollen“. Sexmonster, die wir zu sein haben.
  • Das gleich gilt für: Ne Menge Berufe, die Du guten Gewissens machen kannst. Weil Du Bock darauf hast. Weil Du die Möglichkeit hast. Weil Du es grad spannend findest. Weil Du es kannst. Also Erzieher zum Beispiel. Oder Krankenbruder. Oder Friseur. Ja, Friseur. Und so voll ohne schwul und so. Als alte Hete, die auf Haare steht. Krass, Alter. – Und als Bonus obendrauf gibt’s, dass Du Dich dabei nicht als Versager, Loser, Lusche, Schluffi, Weichei, Opfer oder sonstwas fühlst, was Männern angedichtet wurde und wird, die es nicht mindestens zum 3-Sterne-General aka Mittelmanager aka Sporthelden aka heldenmonumentalen Kanonenfutter geschafft haben.
  • Und das Allergeilste kommt jetzt: Du kannst nach dem Weg fragen, wenn Du ihn mal nicht weißt. Im Ernst. Ich weiß: Abgefahrener Scheiß. Ich hab ungefähr 10 Jahre gebraucht, um das zu lernen. Und les auch heute noch lieber Karten und „finde den Weg selbst“. – Aber jetzt mal im Ernst: Du kannst Dir helfen lassen. Einfach nur aus Bequemlichkeit, nicht, weil Du grad eine Hand, zwei Beine, mindestens eine Niere und alle höheren cerebralen Funktionen verloren hast. Einfach so.
  • Du kannst zum Arzt gehen. Ohne vorher verstorben zu sein.
  • Du kannst Dich bei Deiner Partnerin beklagen, wenn sie Dich wenig liebevoll behandelt.
  • Du kannst Deine Partnerin die Kompetentere sein lassen. In allem. In allem, worauf Du grad Lust hast. Also zumindest versuchen kann mann’s mal. Vielleicht nimmt sie ja den Ball, den Du mitten im Raum liegen lässt. Machst Du ja beim der Wäsche, beim Abwasch, beim Einkaufen, beim Kinderversorgen, beim Müll-Runterbringen, beim Geburtstage-Merken schon seit immer. Ist also bewährte Praxis, nur etwas ausgeweitet.
  • Du kannst komische Hobbies entwickeln. Die NULL Prestige bringen. Einfach so. Aus Spaß an der Freud. Ego-Boost-Effekt: Zero. Spaß: Unendlich. Also halt solange, wie’s Dir Spaß macht.
  • Du kannst Dich selber trösten. Ohne Alkohol.
  • Du kannst andere trösten. Deine Kinder zum Beispiel. Ohne ihr Leiden und ihre Ängste „wegzumachen“.
  • Du kannst allein sein. Wirklich allein. Ohne dabei auf den Hund zu kommen. Ohne durchzudrehen.
  • Du kannst mit Deinen Kindern kuscheln. Ja, auch mit Deinen Söhnen. Weil die das brauchen. Weil Du das brauchst.
  • Du kannst Dir ein Pony kaufen. Okay: Das mit den komischen Hobbies hatten wir schon weiter oben abgefrühstückt.
  • Du kannst Deine Frau einfach mal nicht retten, wenn eine Spinne aus Eurem Haushalt entfernt werden muss, einem verdächtigen Geräusch in der Nacht nachgegangen werden muss, irgendein Scheiß repariert werden muss, ein Krieg ausgefochten werden muss – mit der Klassenlehrerin der Kinder/dem Vermieter/dem Nachbarn/Deinem Chef/dem fies dreinblickenden Terroristen von Gegenüber. – Soll Deine Frau das doch machen, wenn’s ihr wichtig ist!
  • Du kannst über die Landstraße schleichen. Und entspannt dabei sein. Ja: Im Auto!
  • Du kannst Dich für ne Menge Dinge in der Welt einfach mal nicht interessieren. Obwohl mann ja von allem Ahnung haben muss.
  • Du kannst in Ruhe und Frieden ruhiger und friedlicher aka alt werden. Von mir aus werd Gandalf der Graue, aber werd alt und hab Spaß an all dem, was für Dich einfach immer weniger wichtig wird. Meditieren musst Du dafür keinen Meter. Nur ne Menge Ego-Kram sein lassen, auf den Du eh schon seit langem keinen Bock hast.
  • Du kannst Dich einladen lassen. „Danke“ sagen. Und es dabei bewenden lassen.
  • Du kannst den nächsten möglichen Kleinkrieg oder Großkrieg an Dir vorüberziehen lassen. Und stattdessen einfach mal Blumen gießen. Die schauen schon recht trocken aus. Findest Du nicht?
  • Du kannst zärtlich, liebevoll, sanft, verletzlich sein. Ohne dass Du dafür sofort und zuverlässig gedemütigt wirst.
  • Du kannst Deiner Frau einfach so einen Wunsch abschlagen. Und wenn sie sauer wird darüber, wie subtil oder unsubtil auch immer, kannst Du sagen: „Was soll das? – Nur weil ich … für Dich nicht mache, soll ich Dich nicht lieben? Sag mal, hast Du sie noch alle?“
  • Du kannst offen sagen, wenn Du Angst hast. Jedem. Immer. Ohne dass Du noch zusätzlich Angst davor haben musst, dass jemand bemerkt, dass Du Angst hast. Weil Du als Mensch gesehen wirst. Und Angst als völlig normal gilt.
  • Du kannst alle Dir möglichen Ratschläge zurückhalten und der Welt die Möglichkeit geben, Dich mit Lösungen zu überraschen, die Du Dir selber niemals hättest ausdenken können.
  • Du kannst Dir Zeit nehmen für die Antwort auf die Frage: „Wie fühle ich mich gerade?“ – Und es dann einfach irgendwem aufschwatzen, egal ob der das grad hören will oder nicht. Und noch wichtiger: Egal, ob der das grade cool findet oder nicht.
  • Du kannst grundlos beunruhigt, begeistert, sonstwas sein. „Männliche Intuition“. Punkt.
  • Du kannst Dein Visier hochklappen. Deinen legendären männlichen Körperpanzer ablegen. Dein „war nix“ wegtun, Dein „ich spür nix“ irgendwo im Keller verstauen. Du kannst abrüsten. War is over. Du hast gedient. Aber jetzt ist gut und ein wirkliches Leben beginnt für Dich. Ein menschliches Leben.
  • Du kannst…

Ich gebe zu: Das klingt für einen als zugerichteter und abgerichteter Mann alles mäßig attraktiv im Vergleich zum verheißungsvollen Land der Maskulisten, in dem noch Länder und Frauen erobert werden. In dem noch mit den Händen gejagt und getötet und das Fleisch blutig gegessen wird. In dem Mann noch ein Mann sein kann. In dem Mann noch Held sein kann. In dem Mann noch Abenteuer erlebt. In dem Mann sich den lieben langen Tag nur mit echten Großartigkeiten beschäftigt, Unternehmen gründet, zugrunderichtet, Rivalen aussticht, unglaubliche Geschichten von den eigenen Heldentaten zu erzählen weiß. Und so richtig lustig sind die auch noch! *Schenkelklopf* *AberaufdiecooleArt* *Verstehtsicheh* *Mussmannalsoeigentlichgarnichthinschreiben* *AlleindasHinschreibenistschonsowasvonuncool* *Justshutupnowandstaysilentforever!*

Es kann also durchaus sein, dass die Liste da oben ziemlich poplig erscheint im Vergleich zu den „natürlichen“ Freuden des Mann-Seins.

Aber hast Du Dir diese Maskulisten mal näher angeschaut? – Beim näheren Hinsehen wirken die nämlich doch irgendwie ganz schön erbärmlich. Nicht wirklich souverän, nicht wirklich ausgestattet mit einer entspannten Haltung, weder zu anderen, noch zu sich selbst. Eher nervöse Nervenbündel, die einen Riesenaufwand betreiben, dass keiner die eigene Getriebenheit und die zahllosen Ängste bemerkt. Die das mit „demonstrativer Männlichkeit“ zu kaschieren versuchen. Vor anderen. Vor sich selbst. Aber mann merkt es halt doch. Gut, so aus der Not heraus übertreiben muss mann’s ja auch nicht gleich. Du bist eben ein ganz normaler, ein natürlicher Mann. Der hat sowas gar nicht nötig. Du bist einfach so wie Du bist. Da ist ja gar nichts dabei.

 

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