Wisse, was Du willst –> zeig dem Anderen, was Du willst –> Und dann zeig’s ihm nochmal mit Gefühl. –> Ende gut, alles gut.

Nota bene: Gefühle sind das verdammte Schmiermittel in menschlichen Beziehungen.

Und wenn Dir Gefühle halt einfach zu gefühlig sind, wenn Du weder andere Menschen mittels Deinen Gefühlen bewegst, noch die Dich von den Gefühlsäußerungen anderer Menschen bewegen lässt, dann wundere Dich halt auch einfach nicht, warum Du ständig unangenehme Reibung hast mit anderen Menschen.

So trivial. So einfach.

Das Schwere ist nicht, dass es kompliziert wäre, sondern dass wir das Gefühl haben, uns dabei „seelisch nackig“ zu machen, dass es nun weh tun wird, wenn der andere tatsächlich nicht reagiert, obwohl wir rausgekommen sind aus unserem Panzer, aus unserem Schneckenhaus. Dass wir nun nicht mehr „cool“ sind, nicht mehr „schmerzbefreit“.

Aber so bewegt man halt andere Menschen. Hab ich mir nicht so ausgedacht. Hätte ich mir vielleicht auch nicht so ausgedacht, wenn man mich bei der Erfindung der Spezies Mensch um Rat gefragt hätte. So please don’t shoot the messenger. Da Du ja auch nicht erschossen werden willst, wenn Du dann doch mal all Deine kugelsicheren Westen abgelegt hast.

Randnotiz: Ist auch der Grund, warum es in so vielen Firmen zwischenmenschlich gar so ungut ist. Ist ja ein „professionelles Umfeld“. Und wie übersetzen wir uns „professionell“ ins Operative? Na eben: „Gefühlsbefreit“.

Und wir wundern uns, warum der der deutlich zeigt, was er will und braucht, tatsächlich auch kriegt, was er will und braucht. Und schimpfen auf den, diesen dummen Schleimer-Zicken-Karrieristen-Schnösel-Arschkriecher. Die Wahrheit ist aber: Der macht’s halt einfach, wie man’s machen muss. Er ist, mit einem Wort, halt nein, mit zwei Worten: Bewegend und charmant.

Halt so, wie wir niemals sein werden. So wie wir niemals sein können.

Aber doch schon auch irgendwie gut, sich das hier nochmal klar gemacht zu haben…

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